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DBA Deutschland - Silvia - 12.05.2025 Ein Österreicher, der bisher selbstständig und unselbstständig in Österreich tätig war, wird ab dem Jahr 2025 in Deutschland ein Arbeitsverhältnis mit der Technischen Universität eingehen (kein Grenzgänger). Stimmt es, dass hier in Österreich die Befreiungsmethode mit Progressionsvorbehalt zur Anwendung kommt? Zusätzlich wir er seine Selbstständigkeit in Österreich weiter ausführen. Mittelpunkt der Tätigkeit ist weiterhin Österreich da seine Frau und seine Kinder in Österreich bleiben. Ist hier auch Rücksicht auf die 183-Tage-Regelung zu nehmen? RE: DBA Deutschland - PELA - 23.06.2025 3. TÄTIGKEITSORTPRINZIP 3.1. ALLGEMEINES Aufgrund der unbeschränkten Steuerpflicht darf der Ansässigkeitsstaat das gesamte Welteinkommen zur Ermittlung der Einkommensteuer heranziehen. Andererseits ist auch das Tätigkeitsortprinzip bei zwischenstaatlichen Steuerfragen eine Grundregel. Dieses besagt, dass das Besteuerungsrecht für unselbständige Einkünfte bei jenem Staat liegt, in dem die zugrundeliegende Tätigkeit physisch ausgeübt wird. Lediglich wenn folgende Voraussetzungen gemeinsam erfüllt sind, bleibt das Besteuerungsrecht im Ansässigkeitsstaat des:der Steuerpflichtigen: ■ Der:die Arbeitnehmer:in hält sich nicht länger als 183 Tage innerhalb eines bestimmten Zeitraumes im Tätigkeitsstaat auf UND ■ Der:die Arbeitgeber:in ist im Tätigkeitsstaat nicht ansässig. UND ■ Die Vergütungen werden nicht von einer Betriebsstätte oder einer festen Einrichtung getragen, die der:die Arbeitgeber:in im Tätigkeitsstaat hat. Wie erwähnt, müssen alle drei Bedingungen gemeinsam erfüllt sein. Trifft nur ein Punkt nicht zu, geht das Besteuerungsrecht sofort an den Tätigkeitsstaat über. In diesem Fall muss anhand des DBA geklärt werden, wie die Doppelbesteuerung letztlich vermieden wird (vergleiche Kapitel 4). Hoffe es hilft, lg petra |