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Reihengeschäft
#1
Liebe Forumskollegen,

kennt sich jemand von Euch beim Reihengeschäft aus:

Ein öst. Unternehmer (OÖ) bestellt Teile bei einem anderen öst. Unternehmer (Wien). Wien liefert die Teile nach Ungarn, wo sie für OÖ bearbeitet werden.

Wien beauftragt den Spediteur und tätigt daher eine igL, sofern OÖ eine ungar. UID-Nummer vorweisen kann. 

Was ist aber, wenn OÖ keine ungar. UID-Nummer hat? Oder besteht hier die Verpflichtung zur Registrierung in Ungarn? 

Und ändert sich was, wenn die Teile für OÖ bearbeitet werden und daher wieder von Ungarn nach OÖ zurückgeschickt werden?

Kennt Ihr jemanden, an den ich mich kostenpflichtig wenden könnte zur Lösung dieser Frage?

LG Bernadette
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#2
Ein Tipp: gehen Sie mal auf "reihengeschaeftsrechner.at" und versuchen Sie den Fall dort mal einzugeben.
Gutes Gelingen
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#3
Hallo Manfred,

vielen Dank, das ist ein toller Link und hat mir bereits geholfen.

Ich habe aber, glaube ich, die Lösung jetzt im tollen Buch von Mag. Kollmann "Umsatzsteuer leicht verständlich" gefunden (Seite 241, Beispiel 5): Österreich (OÖ) verwendet die öst. UID-Nummer, die Rechnung von Wien nach OÖ ist in Österreich steuerbar und mit öst. USt zu fakturieren.

Ich habe jetzt folgende Lösung aus Sicht von OÖ:

1.) OÖ (öst. UID-Nr.) kauft die Teile von Wien (öst. UID-Nr.). Die Teile werden direkt von Wien nach Ungarn geliefert
Lösung: Wien verrechnet an OÖ mit öst. Umsatzsteuer und mit öst. UID-Nummer

2.) Ungarn bearbeitet die Teile, OÖ schreibt eine Proformarechnung an Ungarn. Ungarn verrechnet die Bearbeitung an OÖ
Lösung: Die Lohnveredelung ist eine Werkleistung, die Ungarn (ungar. UID-Nr.) an OÖ (öst. UID-Nr.) verrechnet. Die Werkleistung
ist steuerbar in Österreich (Empfängerstaat, Reverse Charge in Österreich)

Danke für die Hilfe!

LG Bernadette
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