Beiträge: 30
Themen: 17
Registriert seit: Sep 2020
Bewertung:
0
Ein Unternehmer hat sein Auto betrieblich genutzt und rechnet dafür 20% Eigenverbrauch. Seine Frau arbeitet im Betrieb und fährt mit diesem PKW, jetzt wird dafür im Zuge einer Prüfung ein Sachbezug bei der Gattin angesetzt. Muss der Unternehmer zusätzlich auch noch den Eigenverbrauch rechnen - er ist der Meinung das es sich dann doppelt auswirkt. Was sind eure Meinungen? Vielen Dank!
Beiträge: 1.924
Themen: 1.629
Registriert seit: Nov 2018
Bewertung:
11
Es gibt dazu (leider) schon mindestens zwei VwGH-Erkenntnisse (also zwei höchstgerichtliche Urteile), aus denen diese Ansicht hervorgeht. Das erste dazu gab es vor gut 27 Jahren. Da erfuhr die Fachwelt zum ersten Mal, dass es keine gute Idee ist, mit der Eigenverbrauchsbesteuerung die Privatfahren anderer Dienstnehmer als abgegolten zu betrachten.
Beiträge: 30
Themen: 17
Registriert seit: Sep 2020
Bewertung:
0
Vielen Dank für die Antwort Herr Kurzböck - dann muss also der Privatanteil für den Unternehmer trotzdem gerechnet werden?
Beiträge: 1.924
Themen: 1.629
Registriert seit: Nov 2018
Bewertung:
11
Wenn der Dienstgeber mit diesem KFZ auch privat fährt: ja.
Es ist ja mittlerweile auch vom VwGH entschieden (vor wenigen Wochen), dass wenn mehrere Arbeitnehmer ein Firmen-KFZ privat nutzen (nicht gleichzeitig, sondern hintereinander), dass dann nicht EIN Sachbezug zum Ansatz kommt für EIN Fahrzeug, sondern "X" Sachbezüge.