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| Eine aktuelle Information zum jüngsten (angeblichen) KV-Abschluss der Angestellten in Arztordinationen Wiens |
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Geschrieben von: Wilhelm Kurzböck - 29.05.2026, 09:28 - Forum: News & wichtige Infos
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Vor einigen Wochen wurde publik, dass es in Bezug auf den genannten Kollektivvertrag zu einem - in Personalverrechnerkreisen sehr umstrittenen - Abschluss gekommen sein soll.
Interessanterweise sind jene verlinkten Inhalte, die ursprünglich von der Arbeitgeberverhandlungsseite dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden, nicht mehr aufrufbar (auch schon seit ein paar Wochen).
Heute wurde mir der Inhalt einer Antwort der Ärztekammer vom gestrigen Tage zugespielt, die folgenden Inhalt trägt:
"Die Gewerkschaft GPA und die Kurie niedergelassene Ärzte arbeiten derzeit mit höchster Priorität an der finalen Veröffentlichung der betreffenden Kollektivverträge. Die noch offenen Informationen werden Ihnen ehestmöglich zur Verfügung gestellt.
Sobald die unterzeichnete Endfassung vorliegt, werden wir unsere Mitglieder im Zuge eines Schreibens informieren und die Kollektivverträge im Downloadbereich unserer Homepage zur Verfügung stellen.
Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld. Vielen Dank für Ihr Verständnis."
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Wir leben - in der Tat - in "aufregenden Zeiten".
Zusätzliches Öl möchte ich mit dieser Nachricht aber nicht ins Feuer gießen.
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| Geplante Novelle des BMSVG, PKG und BPG |
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Geschrieben von: Wilhelm Kurzböck - 27.05.2026, 11:08 - Forum: News & wichtige Infos
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Geplante Novelle des BMSVG, PKG und BPG
Die Neuerungen im Überblick:
Mit der vorliegenden Novelle des BMSVG, des Pensionskassengesetzes sowie des Betriebspensionsgesetzes (BPG) sollen diverse Änderungen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge (2. Säule) vorgenommen werden:
- Übertragungsmöglichkeit der Betrieblichen Vorsorge in eine bestehende Lebensversicherung,
- Schaffung eines Standardproduktes zur Übertragung von Vorsorgeansprüchen (SpÜV) im PKG,
- Einführung eines Rechtsanspruchs im BMSVG zur Übertragung von Anwartschaften in das SpÜV,
- Schaffung einer Vorsorge-Veranlagungsgemeinschaft (VVG) im BMSVG und
- Erhöhung der Liegedauer,
- Automatische Zusammenführung von beitragsfreien Konten,
- Überarbeitung des Zugriffs auf den Barabfindungsbetrag (Anhebung der Barwertfreigrenze).
- Steuerrechtliche Begleitmaßnahmen im Einkommensteuergesetz.
Sind diese Änderungen für die Lohnverrechnung wichtig?
Ich würde so formulieren: diese Änderungen sind interessant, aber für die Lohnverrechnung elementar wichtig sind sie möglicherweise eher nicht.
Es kann sein, dass durch die Bewegung, die in die Landschaft der Betrieblichen Vorsorge kommt, dann die eine oder andere Frage dazu in der Personalverrechnung landet oder man auch selber auf diese Veränderungen vorbereitet sein möchte (zB. dass man sich betreffend seine Betriebliche Vorsorge individuell für eine Anlageform mit höherer Rendite, aber auch höherem Verlustrisiko entscheiden kann).
Hier geht es zum Fachbeitrag des WIKU Premium-Blogs (WIKU Passwort wird dazu benötigt):
https://www.wikutraining.at/blog/1454
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| In memoriam Prof. Wilfried Ortner |
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Geschrieben von: Wilhelm Kurzböck - 27.05.2026, 08:27 - Forum: News & wichtige Infos
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Zu Beginn der 90er-Jahre gab es im Wesentlichen drei "Neuerungen-Anbieter" für Zwecke der Personalverrechnung: das WIFI, die Akademie der Steuerberater und die Seminargesellschaft von Ueberreuter.
Da Letztere immer in Linz (Hotel Schillerpark) gastierten, wollte ich mir damaligen "Shooting-Star" Wilfried Ortner, der gerade sein Buch "Personalverrechnung in der Praxis" in der Neuauflage bei eben diesem (auch) Verlag herausgegeben hat, persönlich anhören.
Es war jedenfalls ein schicksalshafter Seminartag, weil Prof. Ortner mich in einer Pause dazu ermutigte (ich war damals noch keine 22 Jahre alt), mich als Vortragender beim WIFI OÖ zu bewerben.
Ich habe das dann auch tatsächlich probiert (bei Manfred Hörzi) und es hat auf Anhieb geklappt. Mein erster Kurs (ich war nun 22,5 Jahre) startete mit 4.10.1991, immer freitags von 17 bis 22 Uhr.
Somit verdanke ich Wilfried Ortner sehr vieles, was mein Berufsleben betrifft.
Gestern erreichte mich die traurige Nachricht, dass er bereits am 6.5.2026 diese Welt verlassen hat.
Mit diesen Zeilen möchte ich "Danke" sagen und sein Lebenswerk würdigen. Mit seinem Buch - an dem die Familie Ortner ja gemeinsam gearbeitet hatte - begann eine unvergleichliche Erfolgsstory zum einen und erhielt die Community der Lohnverrechnung, die damals noch weit entfernt war von Internet und Lohnprogrammen, die an Zauberei grenzen, ein Lexikon, welches uns das Arbeiten in der Praxis massiv erleichtert hatte. Wie gesagt: unsere Arbeitsmittel waren die Schreibmaschine, das Fax und die spärliche (nicht immer günstige) Fachliteratur (die nur per Post kam), aus der wir uns die LV-relevanten Inhalte zusammenklabüserten.
Die LV-Welt war damals zwar noch nicht so komplex wie heute (man könnte auch sagen: noch nicht so so unnötig verrückt komplex), aber sie war dennoch schon sehr anspruchsvoll. Meldungen an die Krankenkassen überbrachten wir damals persönlich am Schalter.
Dieses Buch "Personalverrechnung in der Praxis", das seit einigen Jahren im Linde-Verlag erscheint, hat damals die LV-Welt auf ein neues Niveau gestellt und war für die damalige Zeit tatsächlich der Almanach für die Lohnverrechnung (eine Zeit ohne KI und ohne Internet, das darf man nicht vergessen).
Ich verneige mich vor dem Lebenswerk der Familie Ortner und vor dem Menschen "Wilfried Ortner" und wünsche ihm von Herzen, dass er in Frieden ruhen möge. Den Hinterbliebenen und seinen Freunden wünsche ich viel Kraft in diesen schweren Stunden.
https://www.bestattung-grabenhofer.at/st...tion=parte
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| Das teure Ärgernis des „Nichtabstempelns“ am Ende des Dienstes |
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Geschrieben von: Wilhelm Kurzböck - 26.05.2026, 21:36 - Forum: News & wichtige Infos
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Sachverhalt:
- In der Praxis passiert es immer wieder einmal, dass Arbeitnehmer nach Dienstende vergessen, „abzustempeln“, sodass am Ende vermeintlich eine Arbeitszeitüberschreitung bzw. eine Verletzung der Tagesruhezeit dokumentiert ist.
- Dies geschah in einem Krankenhaus, in dem nicht das Arbeitszeitgesetz galt, sondern das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG).
- Die maßgeblichen Bestimmungen betreffend die Aufzeichnungspflichten unterscheiden sich aber nicht, soweit es um das hier zu beurteilende Thema geht.
- Das Arbeitsinspektorat erstattete in einigen Fällen Anzeigen, wo dies geschehen ist, was zur Verhängung von Geldstrafen durch die Bezirksverwaltungsbehörde gegen den handelsrechtlichen Geschäftsführer führte.
- Diese wurden zunächst vor dem Landesverwaltungsgericht und zuletzt vor dem Verwaltungsgerichtshof bekämpft.
So entschied der Verwaltungsgerichtshof:
Nach dem Geschmack des Verwaltungsgerichtshofes hob das Verwaltungsgericht in zu vielen Fällen den Verwaltungsstrafbescheid auf. Somit wurde auch das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts teilweise aufgehoben.
Somit gab es in einigen Fällen des Nichtabstempelns die "rote Karte" für den Dienstgeber und in anderen Fällen hob der VAR das Abseits auf
Fraglich ist, worauf es hier tatsächlich ankam.
Ein sehr wichtiger Praxisthema, das ich ausführlich ausgearbeitet habe.
Den Link zum Fachbeitrag des WIKU Premium-Blogs, für den Sie das WIKU Premium-Passwort benötigen, finden Sie hier:
https://www.wikutraining.at/blog/1453
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